" Mein Ziel ist es, die chinesische Musik mit der Westlichen zu verbinden,
sowohl der modernen Popmusik als auch der Klassik des Westens. "


Die aus Peking stammende Künstlerin Xiaomei spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr die klassische, chinesische zweisaitige Geige, genannt Erhu.
In ihrer Heimat China hatte sie die Erhu, das traditionelle klassische Instrument der chinesischen Musik, virtuos zu beherrschen gelernt. Sie widmete sich dem Studium des schwer zu spielenden Streichinstrumentes an der Musikhochschule in Peking und gehörte schließlich mehrere Jahre dem Orchester der Peking Oper an, mit dem sie ab ihrem 14. Lebensjahr durch China tourte. 1990 kam Xiaomei nach Deutschland und wohnt seitdem in Mannheim.
Xiaomei veröffentlichte Ende 2005 ihre neue CD "Tunes of the chinese Garden". Wir freuen uns auf Musik, wie sie bisher noch nicht zu hören war. Die Künstlerin beschreitet neue Wege mit Jazz-Musikern wie Michael Koschorrek an der Gitarre und Tommy Baldu an Percussion und mit Musikern des Nationaltheaters Mannheim. Hier ereignet sich nicht nur ein faszinierender Brückenschlag über tausende von Kilometern hinweg zwischen westlicher und östlicher Kultur. Sie überwindet auch zeitliche Grenzen, vereint Archaik und Moderne und verbindet Jahrtausende alte chinesische Musik-Tradition mit okzidentaler Harmonie und Rhythmik.

Die Erhu: Sie ist eine zweisaitige Geige aus schwarzem afrikanischen Ebenholz und einem einseitig mit Schlangenhaut überzogenen Klangkörper. Die Bespannung des Bogens liegt zwischen den beiden Saiten, so dass dieser ohne eine Saite zu lösen nicht von der Geige getrennt werden kann.

Ihre Tradition ist lang. bereits in der Epoche der Ming Dynastie (1368-1644) kennt man dieses Instrument. Das Intervall der beiden Saiten beträgt eine Quint, der Tonumfang beträgt drei Oktaven.